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Feministisches feld*stellen am Grazer Freiheitsplatz mit einem MORITAT über die im Jahr 2023 in Österreich ermordeten Frauen und der Hymne „Gesang ohne Angst“

15. März um 18:30 - 19:30

Stehen wir entschlossen und standhaft miteinander und zueinander und setzen in diesem gemeinsamen Moment ein starkes Statement gegen Femizide und Gewalt an Frauen. Ein Feld der Empathie und Stärke.

Von und mit Heidrun Primas dem DUO ELIV (Elisabeth Holzmeister und Eva Hofer) und Irina Karamarkovic

feldstellen* wurde 2017 von einem Kreis von Künstler:innen rund um das Forum Stadtpark Graz für den Tag der Menschenrechte entwickelt, um in einer Gegenwart, die aus den Fugen gerät, in der Menschen sich ausgrenzend auf nationale Identität beziehen, dem Wunsch nach einem lebendigen Miteinander Ausdruck zu verleihen. In einem Abstand von jeweils 1,8 Metern zueinander stehend, ergeben die Menschen, einer neben dem anderen, ein Monument, eine temporäre Skulptur, ein Netzwerk. Seither wurde das künstlerische Format mehrmals als soziale Plastik an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen umgesetzt, u.a. am Grazer Freiheitsplatz als Kundgebungsform für das “Wochenende für Moria”, für Menschen auf der Flucht, oder zum Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome 1938, gegen Terror, Hass, Antisemitismus und Krieg, zuletzt vor der Grazer Schutzengelkirche, nach einem Friedenskonzert im Rahmen von Sounding Jerusalem und als Friedenskundgebung am Hauptplatz von Frohnleiten und nun als feministisches Zeichen gegen männliche Gewalt.

DUO ELIV Elisabeth Holzmeister und Eva Hofer sind nicht nur Kolleginnen im Theater im Bahnhof, rund um den Frauentag treten sie als Duo auf, das berühmte Schlager überschreibt und neu interpretiert. Im Jahr 2024 gedenken sie zum 2. Mal der ständig wachsenden Zahl ermordeter Frauen in Österreich. Medienberichten zufolge wurden in Österreich bis Ende November 2023 bereits mindestens 28 Frauen ermordet. Eine Zahl, die wir als Spitze eines Eisbergs betrachten müssen – denn knapp jede dritte Frau in Österreich hat körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlebt. Meist wird von Einzeltätern, Beziehungsdramen, Eifersuchtsmorden gesprochen. Hinter vielen dieser Taten steht ein ausgeprägter Frauenhass. Die Mysogenie wird oft nicht als Tatmotiv gesehen, Amokläufe die dezitiert auf die Tötung von Frauen abzielen, werden gerne als Taten geistig verwirrter Einzeltäter abgetan. Aber viele dieser Täter haben ein geschlossenes, gewaltbereites Weltbild und sind gut vernetzt in einer gewaltbereiten Subkultur – Incels, Fundamentalisten, religiöse Fanatiker, Rechtsextreme und Autoritäre, die für das Patriarchat mobilmachen und die Gesellschaft umstürzen wollen.

Irina Karamarkovic, Gesang ohne Angst Irina Karamarkovic ist Sängerin, Komponistin, Arrangeurin, Ensembleleiterin und Autorin. Sie ist auch Vorsitzende des Migrant*innenbeirates der Stadt Graz, Aktivistin und Feministin und Mitglied des Womens Action Forum Graz. Sie singt das mexikanische Lied „Canción sin miedo“ – Gesang ohne Angst, eine feministische Hymne gegen männliche Gewalt. Dieses Lied wurde am 8. März 2020 in Mexico Stadt uraufgeführt. Mon Laferte, Vivir Quintana und eine Gruppe von Frauen, die Refrain „El Palomar“ sangen, traten gemeinsam auf. Mit ihm bringen inzwischen Frauen in ganz Lateinamerika und auch weltweit ihren Protest gegen Frauenmorde (Femizide) zum Ausdruck.

Heidrun Primas hat von 2011-2021 das Forum Stadtpark geleitet. Sie ist als freie Beraterin im Kunst- und Kulturfeld tätig und versteht Kulturarbeit als tägliche Friedensarbeit.

Details

Datum:
15. März
Zeit:
18:30 - 19:30

Veranstalter

Heidrun Primas, Duo ELIV, Irina Karamarkovic

Veranstaltungsort

Freiheitsplatz
Freiheitsplatz
Graz, 8010 Österreich
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