Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Die unerhörten Dinge. Eine andere Art der Provenienzforschung

14. März um 10:00 - 13:00

„Die unerhörten Dinge“ erzählen von Unerhörtem und Ungehörtem aus der Nazizeit: Es geht um geraubte Kunst- und Alltagsgegenstände aus ehemals jüdischem Besitz. Auf dem Lendmarkt kann das Publikum vier Frauen dabei zuschauen und zuhören, wie sie im Trubel des Marktgeschehens eine Radiosendung machen, die die Geschichten, die sich an diese Gegenstände knüpfen lassen, ins Zentrum rückt. Vor allem die weibliche Seite der Geschichte rückt ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Genre “Unterhaltungssendung” eröffnete vielfältige Möglichkeiten, das Thema mit der nötigen Leichtigkeit zu transportieren: Interviews, Wunschkonzert, schöner Live-Gesang, Kontakt mit Menschen am Markt, Aufrufe, Gewinnspiele, oder auch Interviews mit Expert*innen und Live-Gästen. Das Performance-Projekt lädt die Einkäufer*innen am Lendmarkt ein, sich mit NS-Raub, Provenienz und Restitution, mit Fragen des Verlusts, dem emotionalen Wert von Dingen und der Erinnerung oder Nicht-Erinnerung, auch mit dem jahrzehntelangem Schweigen auseinanderzusetzen – auf ungewöhnliche Art und Weise. Weil es wirklich reicht.

Das Theater im Bahnhof arbeitete mit zwei Wissenschaftlerinnen zusammen, die für diese ungewöhnliche Theaterarbeit die wissenschaftliche Basis schufen und ihre Recherchen in einer Art Erinnerungsspiel veröffentlichten.

Das Projekt entstand 2024 im Rahmen der Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024

Details

Veranstalter

Veranstaltungsort